„Ablehnen“ erst auf der zweiten Ebene
Bei vielen Cookie-Bannern ist „Alle akzeptieren“ ein großer Button auf der ersten Ebene. Wer ablehnen will, muss erst „Einstellungen“ oder „Anpassen“ öffnen und dort weiterklicken. Das senkt die Ablehnungsquote, ist aber ein Punkt, auf den Datenschutzbehörden achten.
Woran du es merkst
- Auf der ersten Ebene des Banners gibt es nur „Alle akzeptieren“ und „Einstellungen“.
- „Ablehnen“ ist ein kleiner Textlink, während „Akzeptieren“ ein auffälliger Button ist.
- Die Zustimmungsquote liegt auffällig hoch, oft über 90 %.
Häufige Ursachen
Standardvorlage des Banner-Anbieters
Viele Cookie-Banner liefern eine Vorlage ohne Ablehnen-Button auf der ersten Ebene. Er lässt sich meist mit einer Einstellung einblenden.
Bewusst so gestaltet
Manche Setups verstecken die Ablehnung, um mehr Zustimmungen zu bekommen.
So prüfst du es selbst
- 01Öffne deine Website in einem privaten Fenster, damit das Banner erscheint.
- 02Prüf, ob auf der ersten Ebene ein Button zum Ablehnen steht, gleich gut sichtbar wie „Akzeptieren“.
- 03Prüf auf dem Handy: Dort werden Buttons oft anders angeordnet oder abgeschnitten.
So behebst du es
- Aktivier in den Einstellungen deines Cookie-Banners einen Ablehnen-Button auf der ersten Ebene.
- Gestalte „Ablehnen“ und „Akzeptieren“ gleich groß und gleich auffällig.
- Prüf danach, ob das Tracking nach „Ablehnen“ auch wirklich ausbleibt.
Die Datenschutzkonferenz (DSK) erwartet in ihrer Orientierungshilfe, dass Ablehnen ähnlich einfach möglich ist wie Zustimmen. Ob ein Banner im Einzelfall zulässig ist, ist rechtlich umstritten und klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten oder deiner Kanzlei.
Lass es automatisch prüfen
Trackneat erkennt bei jeder Prüfung, ob „Ablehnen“ auf der ersten Ebene steht oder erst hinter „Einstellungen“, und testet die Ablehnung in beiden Fällen wie ein Besucher.
Der kostenlose Check zeigt dir in etwa einer Minute, welche Tracking-Tags auf deiner Website laufen und ob etwas vor der Cookie-Zustimmung feuert. Ohne Konto.